Preissteigerungen

Sky macht Abos für Kneipen wieder teurer

Im Sommer 2013 hat der Bezahlsender Sky sein komplettes Preismodell für Gaststätten geändert.

Lebenshaltungskosten© M. Schuppich / Fotolia.com

Im Sommer 2013 hat der Bezahlsender Sky sein komplettes Preismodell für Gaststätten geändert. Viele Gastwirte mussten damals Preisaufschläge von 30 Prozent oder mehr hinnehmen. Nun steht die nächste Preisrunde des Pay-TV-Anbieters an. Etliche Wirte haben nun die Nase voll und zeigen dem Sender die „rote Karte".

Preise für Sky ziehen heftig an

In Köln etwa herrscht bei den Kneipiers miese Stimmung. Wie bei rundschau-online.de zu lesen ist, muss beispielsweise der Pächter des „Lapidarium" ab 1. September fast 700 Euro zahlen. 2012 waren es noch rund 270 Euro, 2013 gut 450 Euro. Der Gaststättenverband habe dabei sogar noch einen Rabatt von 40 Euro ausgehandelt – ein Tropfen auf dem heißen Stein. Einige Wirte haben ihr Abo schon gekündigt. Sie vermuten, dass Sky die Kunden dazu bringen will, vermehrt Abos für zu Hause abzuschließen.

Gaststätten-Betreiber müssen rechnen

Viele Kneipiers müssen nun rechnen, ob sich die Ausstrahlung von Sky noch lohnt. Einige nehmen auch den erneuten Preisaufschlag in Kauf, weil viele Kunden ohne die Möglichkeit, Fußball zu schauen, wegbleiben würden. Ähnliche Meldungen wie die aus Köln finden sich in der regionalen Presse etwa von Bonn, Augsburg und Gelsenkirchen. Verbreitet ist dabei die Rede von einer Preiserhöhung um 30 Prozent oder mehr.

Der Pressesprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) ist bereits bei Sky vorstellig geworden, weiß die Augsburger Allgemeine zu berichten. Allerdings vergeblich, man habe keine Möglichkeit, die Preisgestaltung zu beeinflussen. Sky verteidigt den Schritt demnach damit, dass man die Angebotsstruktur bei Privatkunden in der Vergangenheit verändert habe und dies nun bei den gewerblichen Abonnements nachhole.

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