Simone Probst: Windkraft bleibt Schrittmacher unter den Zukunftsenergien

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach Auffassung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Simone Probst wird die Windkraft auch weiterhin der Schrittmacher unter den Zukunftsenergien bleiben und für den Klimaschutz an Bedeutung gewinnen. "Mit dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Bundesregierung hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung einer modernen Energiestruktur in Deutschland auf der Basis alternativer Energien aus Wind, Sonne und Biomasse geschaffen. Der anhaltende Boom der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr führt anschaulich vor Augen, dass Mindestvergütung und Vorrangregelung wichtige Eckpfeiler für den beschleunigten Ausbau der Zukunftsenergien sind", betonte Probst heute in Berlin auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes WindEnergie e.V.


Im vergangenen Jahr sind in der Bundesrepublik nach Angaben des Deutschen Windenergieinstituts DEWI und des Bundesverbandes WindEnergie Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt etwa 1660 Megawatt installiert worden. Das sind etwa 60 Megawatt mehr als im bisherigen Rekordjahr 1999. Ende vorigen Jahres waren insgesamt etwa 6100 Megawatt Windkraftleistung am Netz, die mit elf Terawattstunden zwei Prozent der deutschen Stromproduktion lieferten. Damit bleibe Deutschland "Windweltmeister" noch vor den USA, sagte Simone Probst. Dies sei im wesentlichen durch größere, leistungsfähigere Anlagen gelungen, die weniger Standorte benötigten. Dieser Trend diene zugleich der verbesserten Akzeptanz und dem Naturschutz.


Auch die Bedeutung der Windkraft für den Klimaschutz sei gewachsen, so Probst weiter. Allein die Windenergie habe im Jahr 2000 etwa sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart und dürfte bei weiterem Ausbau in diesem Jahr zur Reduzierung von etwa einem Prozent der deutschen CO2-Emissionen beitragen. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr den CO2-Ausstoss um etwa 25 Millionen Tonnen gesenkt und damit Erhebliches zur Erfüllung des Klimaschutzziels geleistet. Gelingt es, den Anteil erneuerbarer Energien wie geplant bis 2010 zu verdoppeln, werden sie etwa 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Darüber hinaus sind in der Bundesrepublik nach vorliegenden Schätzungen heute bereits etwa 70 000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit den erneuerbaren Energien verbunden. Als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnete Probst die Verbindung von beschleunigtem Ausbau der erneuerbaren Energien mit einer verstärkten ökologischen Ausgestaltung. Bei der Windkraft sei man dabei - etwa bei der Erschließung von Standorten auf dem Meer (Offshore) - bereits einen großen Schritt vorangekommen.

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