Kartellprobleme

Siemens will Verkauf der VA-Tech-Wasseraktivitäten anbieten

Siemens will wegen der kartellrechtlichen Bedenken der EU-Kommission im Zusammenhang mit der Übernahme des österreichischen Industriekonzerns VA Tech dessen Wasserkraftsparte zum Verkauf anbieten. Der Schritt sei nötig, um nicht die Gesamtübernahme von VA Tech zu gefährden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Linz (ddp/sm) - Es zeichne sich ab, dass die EU-Kartellbehörde die VA-Tech-Übernahme nur unter Auflagen genehmigen werde, teilte die Linzer Siemens-Tochter am Mittwochabend mit. Siemens sehe sich deshalb zu diesem Schritt gezwungen, um nicht die Gesamtübernahme von VA Tech zu gefährden.

Der deutsche Konzern hatte bis Ende Februar 97,15 Prozent der VA-Tech-Aktien übernommen. Die EU-Kommission hatte bereits Mitte Februar signalisiert, in dem Joint Venture Voith Siemens Hydro ein ernsthaftes Problem für die VA-Tech-Übernahme zu sehen. Dieses Joint Venture mit einer Siemens-Beteiligung von 34 Prozent engagiert sich bereits im Bereich Wasserkraft. Zum damaligen Zeitpunkt hatte Siemens allerdings noch erklärt, auch die Hydro-Sparte von VA Tech übernehmen zu wollen. Die kartellrechtliche Entscheidung der EU-Kommission wird spätestens am 20. Juli erwartet.

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