Pläne

Siemens will Solartechnik ausbauen

Der Siemens-Konzern will in der Solartechnik zu einem der führenden Anbieter in der Welt aufsteigen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut einem Vorabbericht vom Samstag. Zudem wies er Kritik an dem geplanten Wüstenstromprojekt Desertec zurück.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg/München (ddp-bay/red) - Kritiker behaupten, es sei unwirtschaftlich, in Afrika gewonnenen Strom aus Solarkraftwerken über Verteilnetze nach Europa zu transportieren. "Stromautobahnen können heute technisch und wirtschaftlich höchst effizient sein", argumentierte Löscher. "Für uns gehört das schon heute zum Stammgeschäft", sagte er.

Siemens spürt Wirtschaftskrise

Unterdessen gerät der Energiesektor bei Siemens offenbar immer stärker in den Sog der Wirtschaftskrise. "Im Monat Juni ist der Auftragseingang nicht nur in den Industriedivisionen wie den Elektroantrieben, sondern auch in der Division Energieübertragung unerwartet schwach ausgefallen", sagte Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler dem "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht.

Ausweitung der Kurzarbeit

Er befürchtet nun eine Ausweitung der Kurzarbeit. "Ich rechne damit, dass das Management schon bald über eine Ausweitung der Kurzarbeit verhandeln will", sagte der Betriebsrat. "Die Anzahl der Kurzarbeiter bei Siemens könnte sich deshalb bis zum kommenden Frühjahr verdoppeln", fügte er hinzu. Derzeit arbeiten rund 19.000 der 130.000 Beschäftigten des Konzerns in Deutschland kürzer als in ihren Arbeitsverträgen vorgesehen.

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