Vertragssituation prüfen

Siemens steigt möglicherweise bei Atomkonzern Areva aus

Der Aufsichtsrat des Münchener Siemens-Konzerns wird sich heute mit der "vertraglichen Situation" des Joint Ventures mit dem französischen Nuklearunternehmen Areva SA beschäftigen. Möglicherweise wolle das Unternehmen aus dem Atomunternehmen aussteigen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - "Im Anschluss an die Sitzung werden wir uns öffentlich dazu äußern", sagte ein Sprecher des DAX-Konzerns am Freitag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Siemens ist mit einer Beteiligung von 34 Prozent Großaktionär der Areva-Kernkraftwerksparte Areva NP.

Zuvor hatte die französische Tageszeitung "Les Echos" (Freitagausgabe) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, Siemens erwäge den Ausstieg bei der Kernenergietochter des Kraftwerksbauers Areva SA. Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht am Freitag auf Anfrage nicht kommentieren. Der Anteil von Siemens an Areva NP hat nach Informationen der Zeitung einen Wert von rund zwei Milliarden Euro.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Frankreichs Vorzeigereaktor EPR kommt erst Jahre später

    Das Vorzeigeprojekt der französischen Atomindustrie verzögert sich einem Zeitungsbericht zufolge um mindestens zwei Jahre: Der neue Atomreaktor am Ärmelkanal werde nicht wie geplant 2012 in Betrieb gehen, berichtete die französische Tageszeitung "Le Figaro" am Dienstag unter Berufung auf Branchenkreise.

  • Hochspannungsmasten

    Gewerkschaft: Kapitalerhöhung bei Areva beschlossen

    Die umstrittene Kapitalerhöhung beim französischen Atomkonzern Areva ist laut Gewerkschaftsangaben unter Dach und Fach: Der Aufsichtsrat habe am Dienstag beschlossen, das Kapital des Staatskonzerns um 15 Prozent zu erhöhen, wie die Gewerkschaft UFSN CFDT in Paris mitteilte.

  • Strompreise

    Total und GDF-Suez planen neuen Druckwasserreaktor

    Der französische Erdölkonzern Total und der Gaslieferant GDF-Suez planen gemeinsam den Bau eines neuen Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Frankreich. Total wolle einen Minderheitenanteil an einem EPR-Projekt in Frankreich erhalten, sagte ein Unternehmenssprecher.

Top