Pläne

Siemens reaktiviert Nukleargeschäft

Der Wiedereinstieg von Siemens ins Nukleargeschäft wird konkret. Noch im März könnte der Konzern nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Mittwochsausgabe) eine Absichtserklärung mit der russischen Rosatom für eine umfangreiche Kooperation schließen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Siemens will sich dabei erstmals seit vielen Jahren auch wieder im "heißen Bereich" der Nukleartechnik engagieren. "Wir beabsichtigen, unser Engagement in Schritten auch in den nuklearen Kreislauf hinein auszuweiten", sagte Siemens-Vorstand Wolfgang Dehen. Die Kernenergie stehe vor einer weltweiten Renaissance. "Heute bietet der Markt ein fantastisches Potenzial." Siemens wolle mit Rosatom eine führende Rolle spielen.

Die Deutschen hatten vor wenigen Wochen den Ausstieg aus einem Nuklear-Joint Venture mit Areva verkündet. In dem Gemeinschaftsunternehmen mit Areva hatte Siemens nur eine Minderheitsposition und daher wenig Einfluss. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Zustimmung zu dem deutsch-russischen Nuklearbündnis signalisiert.

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