Ausbaupotential

Sicherung von Arbeitsplätzen in NRW: Handwerk und Stadtwerke arbeiten zusammen

Weil die insgesamt als vorteilhaft eingestufte Arbeitsteilung zwischen Stadtwerken und Handwerk vor neuen Herausforderungen steht, wollen Stadtwerke und Handwerksbetriebe der Elektrotechnik sowie des Installations- und Heizungsbaus in Nordrhein-Westfalen ihre Zusammenarbeit weiter verstärken.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die Stadtwerke sichern mit einem Auftragsvolumen von 1,4 Milliarden Euro nahezu 15 000 Arbeitsplätze im nordrhein-westfälischen Handwerk – Tendenz steigend." Dies ist eine der zentralen Aussagen eines Gutachtens von Professor Dr. Bernd Kriegesmann, Institut für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum, das kürzlich vom Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) und dem Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Aber: Die insgesamt als vorteilhaft eingestufte Arbeitsteilung zwischen Stadtwerken und Handwerk steht vor neuen Herausforderungen. Als wichtigste gemeinsame Bedrohung werden neben branchenfremden und ausländischen Anbietern vor allem überregionale Großunternehmen gesehen, die in den traditionellen Domänen von Stadtwerken und Handwerk (Multi Utility- bzw. Facility-Management) Marktanteile gewinnen möchten. Deshalb wollen die Stadtwerke und die Handwerksbetriebe der Elektrotechnik sowie des Installations- und Heizungsbaus in Nordrhein-Westfalen das vorhandene Potential einer zusätzlichen Zusammenarbeit, wie es von dem vorgelegten Gutachten bestätigt wird, voll ausschöpfen. Als Gegenstrategie sollen mit neuen gemeinsamen Angeboten in den Dienstleistungsmärkten rund um die Versorgung von Erdgas, Strom, Wasser und Wärme Marktanteile gegenüber der neuen Konkurrenz verteidigt, aber auch neue Teilmärkte erobert werden.

"Allein im SHK-Handwerk in Nordrhein-Westfalen partizipieren 20 Prozent der Betriebe direkt von der Auftragsvergabe in Höhe von fast 450 Millionen Euro durch die Stadtwerke. Bei knapp der Hälfte bestehen dauerhafte Kooperationsbeziehungen zu den örtlichen Ver- und Entsorgungsunternehmen," bilanzierte Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands SHK NRW. Als Gegenstrategie soll das Geschäftsfeld "Gebäude- und Facility-Management" aufgebaut werden. Weitere Entwicklungsperspektiven werden auch in den Bereichen Bau- und Wartung von Anlagen/Geräten, Notdiensten, Energieberatung, Marketing/Werbung oder auch Weiterbildung/Qualifikation gesehen.

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