An einheimisches Konsortium

Shell verkauft Ölfelder in Nigeria

Der britisch-niederländische Mineralölkonzern Shell verkauft einen Teil seiner Ölfelder in Nigeria an ein einheimisches Konsortium. Der Konzern kündigte am Freitag an, Förderlizenzen im Nordwesten des erdölreichen Niger-Deltas abzugeben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

London (afp/red) - Betroffen seien rund 30 Förderanlagen auf einer Fläche in etwa so groß wie das Saarland, die 50.000 Barrel Öl (ein Barrel entspricht 159 Liter) pro Tag produzieren. Die Anlagen fördern demnach auch Gas. Zum Verkaufspreis machte Shell keine Angaben.

Die Förderung auf den verkauften Ölfeldern sei derzeit unterbrochen, teilte Shell mit. Zunächst müsse eine Ende 2008 beschädigte Ölleitung repariert werden. Das Käufer-Konsortium werde von zwei nigerianischen Unternehmen geführt, auch eine französische Gruppe sei an dem Projekt beteiligt.

Der Verkauf betrifft nur einen kleinen Teil der Förderaktivitäten von Shell in Nigeria. Alleine über seine nigerianische Tochter SPDC kontrolliert der Konzern Ölfelder in der Größenordnung von 30.000 Quadratkilometern - mehr als das Zehnfache der verkauften Lizenzen. Außerdem beutet Shell mit einer weiteren Tochterfirma Ölvorkommen vor der Küste des westafrikanischen Landes aus. Die Aktivitäten des Energieunternehmens in dem westafrikanischen Land wurden in den vergangenen Jahren jedoch von Rebellen immer wieder durch Entführungen von Mitarbeitern und Anschläge auf die Förderanlagen erschwert.

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