Milliarden-Deal

Shell hat Aussicht auf neuen Gasgewinnungs-Auftrag im Irak

Der Energiekonzern Shell steht vor der Rückkehr in den Irak: Der britisch-niederländische Multi werde einen Vertrag zur Gewinnung von Gas im Wert von bis zu vier Milliarden Dollar abschließen, erklärte das irakische Ölministerium am Dienstag in Bagdad.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Bagdad (AFP/sm) - Die Unterzeichnung des Vertrages sei für kommenden Monat geplant, sagte ein Ministeriumssprecher. Das Kabinett habe bereits zugestimmt. Der Vertrag sieht vor, dass ein Gemeinschaftsunternehmen von Shell und dem Ölministerium in Basra im Süden des Landes dafür zuständig sein soll, die rund 21 Millionen Kubikmeter Erdgas aufzufangen, die dort zur Zeit täglich bei der Ölförderung anfallen und aus Sicherheitsgründen einfach abgefackelt werden.

Das aufgefangene Gas soll im Irak und ins Ausland verkauft werden. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Shell sei langfristig angelegt, da Investitionen in die Gas-Verwertung ein langer Prozess seien, sagte der Ministeriumssprecher AFP. Shell erklärte sich in der "Financial Times" "begeistert". Mit Ungeduld warte der Konzern auf die baldige Unterzeichnung des Vertrages.

Die Förderanlagen und die Infrastruktur im Irak sind veraltet. Unter der Herrschaft von Saddam Hussein hatte die internationale Gemeinschaft das Land mit Sanktionen belegt. Viele westliche Ölmultis waren einst Aktionäre der Irakischen Ölgesellschaft, die bis 1961 das Monopol auf die Ölförderung innehatte. Sie wurde in den Jahren 1961 bis 1972 schrittweise verstaatlicht.

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