Havarien

Serie von technischen Störungen im Kernkraftwerk Brokdorf

Im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brokdorf ist es in den vergangenen zwei Wochen zu einer ganzen Serie von technischen Störungen gekommen. Durch die Havarien seien jedoch weder Radioaktivität freigesetzt noch Menschen gefährdet worden, teilte das zuständige Sozialministerium bereits am Freitag in Kiel mit.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Kiel (ddp-nrd/sm) - Schon am 17. März hatten Techniker bei einer Routineprüfung am Kaltwassersystem des AKW Kältemittel im Wasserkreislauf entdeckt. Ursache sei ein Leck am Verdampfer in einer von vier Kältemaschinen gewesen, hieß es. Der Schaden sei bereits beseitigt. Gut eine Woche später, am 26. März, fiel dann eine andere Kältemaschine wegen eines Getriebeschadens. Das Aggregat werde derzeit instandgesetzt.

Bislang ungeklärt sind den Angaben zufolge die Ausfälle von Schaltern für drei Nachkühlpumpen. Diese Defekte waren bei Kontrollen am 21. und 30. März entdeckt worden. Zwar seien die Schalter ausgetauscht worden, zur Klärung der bislang unbekannten Schadensursache müssten jedoch Sachverständige hinzugezogen werden, hieß es weiter. Allerdings lägen die Vorkommnisse "unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken".

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