Eigenregie

Selbst Strom produzieren mit Energiegenossenschaften

Selbst Strom produzieren und sich dabei mit anderen Leuten zusammentun: Die Energiewende ermöglicht wie nie zuvor die Teilhabe der Bürger an Projekten vor Ort. In Thüringen werden jetzt Energieberater, Architekten und Mitarbeiter von Umweltverbänden zu Projektentwicklern für Energiegenossenschaften ausgebildet.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Erfurt (dapd/red) - Thüringen fördert die Gründung von Energiegenossenschaften. Seit Ende September werden erstmals in viermonatigen Kursen Projektentwickler ausgebildet, die Bürger bei der Gründung einer Energiegenossenschaft unterstützen sollen, wie das Wirtschaftsministerium am Sonntag in Erfurt mitteilte.

Strom selber machen

Die Energiegenossenschaft sei ein Zukunftsmodell, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Die Bürger könnten einen aktiven Beitrag zur Energiewende leisten und mit Wind- oder Solarparks ihren eigenen Strom produzieren. Das Angebot richte sich an Architekten, Energieberater, Mitarbeiter aus Umweltverbänden oder anderen Institutionen.

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