EEG

Seit 1999: Produktion von Ökostrom verdoppelt

Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 1999 hat sich die Erzeugung von Ökostrom verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden 45 Milliarden Kilowattstunden erzeugt. Dabei wirkten sich die Förderprogramm am stärksten auf die Erzeugung von Strom aus Windenergie aus.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Produktion von Ökostrom und die Kosten der Förderung kräftig steigen lassen: Stromversorger und private Anlagenbetreiber erzeugten 2003 knapp 45 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom. Das war fast doppelt soviel wie 1999 - vor Inkrafttreten des EEG, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach ersten Schätzungen.

Die Mehrkosten durch staatlich festgelegte Vergütungen stiegen im gleichen Zeitraum um das Siebenfache: 2003 zahlten die Verbraucher 1,9 (1999: 0,26) Milliarden Euro für die Förderung der Erneuerbaren. Etwa zwei Drittel des Ökostroms (29 Milliarden Kilowattstunden), so der VDEW, wurden 2003 gesetzlich gefördert.

Am stärksten wirkten die Förderprogramme bei Windstrom: Die Produktion stieg 2003 auf 19 (5,5) Milliarden Kilowattstunden, ermittelte VDEW. Die Erzeugung der Wasserkraft sei mit etwa 20 Milliarden Kilowattstunden nahezu unverändert.

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