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Seekabel für Offshore-Windpark BARD wird verlegt

Für die Netzanbindung des künftigen westlich von Borkum gelegenen Windparks BARD Offshore 1 ist am Donnerstag mit der Verlegung von Seekabeln begonnen worden. Es handelt sich dabei um die weltweit längste sogenannte HGÜ-Netzanbindung für einen Offshore-Windpark.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Bayreuth (ddp/red) - Die Anwendung der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) stelle dabei ebenfalls eine technische Premiere dar, wie eine Sprecherin der Stromübertragungsgesellschaft transpower in Bayreuth sagte. Zunächst startete die Verlegung für den fünf Kilometer langen Abschnitt von Norderney Richtung Norden bis zur sogenannten Zehn-Meter-Tiefenlinie. Die Arbeiten sollen voraussichtlich zwei Wochen dauern.

In den nächsten Tagen soll dann das Kabelverlegeschiff "Team Oman" damit beginnen, 125 Kilometer Kabel in größerer Wassertiefe bis zur Offshore-Plattform mit dem Umspannwerk zu verlegen. Die Arbeiten auf hoher See dauerten je nach Wetterbedingungen etwa zehn Wochen, sagte die Sprecherin. Das Gesamtgewicht der Kabel betrage rund 3500 Tonnen. Ab Herbst soll dann für den Windpark BARD Offshore 1 eine leistungsstarke Verbindung von 400 Megawatt zur Verfügung stehen.

Transpower investiert nach eigenen Angaben in das sogenannte Projekt BorWin1 rund 400 Millionen Euro. Im Juni war bereits die Plattform BorWin alpha in der Nordsee bereitgestellt worden, an die der Windpark angeschlossen werden kann. Dort wird der Strom der Windkraftanlagen in Gleichstrom umgewandelt und über eine HGÜ-Leitung durchs Meer und über Land zum Umspannwerk Diele bei Papenburg transportiert, wo der Gleichstrom wieder in Drehstrom gewandelt und ins Stromnetz eingespeist wird. Die insgesamt etwa 200 Kilometer lange Leitung ist die weltweit längste Verbindung für den Netzanschluss eines Offshore-Windparks.

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