Hohe Luftfeuchtigkeitswerte

Schwüle macht den Menschen zu schaffen

Eine Raumtemperatur von 26 Grad bei einem Feuchtewert von 40 Prozent wird als deutlich kühler empfunden als eine Raumtemperatur von 24 Grad bei 60 Prozent relativer Luftfeuchte, berichtet das Fachinstitut Gebäude-Klima. In klimatisierten Räumen entspricht die relative Luftfeuchte der Behaglichkeit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bietigheim-Bissingen (red) - Zwar gestalten sich die Temperaturen in diesem Jahr, im Vergleich zum Jahrhundertsommer 2003, sehr moderat, dennoch machen die hohen Luftfeuchtigkeitswerte und das daraus folgende Schwüleempfinden den Menschen zu schaffen. In den Morgen- und Vormittagsstunden werden Werte von bis zu 80 Prozent erreicht, berichtet das Fachinstitut Gebäude-Klima e.V (FGK).

Untersuchungen am Institut für Klimatechnik und Angewandte Thermodynamik der Universität GHS Essen hätten den Einfluss der Luftfeuchte deutlich gemacht: Eine Raumtemperatur von 26 Grad bei einem Feuchtewert von 40 Prozent wird als deutlich kühler empfunden als eine Raumtemperatur von 24 Grad bei 60 Prozent relativer Luftfeuchte. Aufschluss gibt auch der Humidex, der die empfundene Temperatur darstellt: Bei einer Temperatur von 26 Grad und einer Feuchte von 70 Prozent fühlt der Mensch bereits eine Temperatur von 33 Grad, berichtet das FGK.

In klimatisierten Räumen herrscht in aller Regel eine relative Luftfeuchte vor, die dem Behaglichkeitsbereich des Menschen entspricht, zwischen 45 und maximal 55 Prozent. "Dies hängt damit zusammen, dass bei der Kühlung der Raumluft die Luft gleichzeitig entfeuchtet wird", erläutert Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, FGK-Vorsitzender. Und ergänzt: "Bei einer Raumtemperatur von über 24 Grad lässt die Konzentrationsfähigkeit der Menschen, die in diesen Räumen arbeiten, merklich nach. Bei hohen Feuchtewerten wird derselbe Effekt erzielt."

Top