Ausstieg

Schweizer Energieversorger steigen aus Brunsbüttel aus

Der Schweizer Energieversorger Romande Energie hat erklärt, dass er seine Anteile von 50 MW des Kohlekraftwerks Brunsbüttel Südweststrom verkaufen wird. Ein anderer Schweizer Energieversorger hat sich zu dem gleichen Schritt entschieden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Morges (red) - Im Juli 2008 hat Romande Energie beim deutschen Unternehmen Südweststrom eine Subskription über eine Tranche von 50 Megawatt im Projekt des thermischen Kohlekraftwerks Brunsbüttel unterzeichnet. Das Unternehmen erklärt jedoch im April in seiner Pressemitteilung, dass sie mit der Entwicklung des Kohlekraftwerks nicht mehr zufrieden seien und dies sich nicht mit ihren ursprünglichen Zielen vertrage. Deshalb hat sich Romade Energie nun nach eigenen Angaben dazu entschlossen, seine Anteile an dem Kraftwerk wieder an Südweststrom zu verkaufen.

Group E zieht wohl nach

Dem Vernehmen nach hat sich ein anderer Schweizer Energieversorger, die Group E, ebenfalls dazu entschlossen, ihre Anteile an dem Kohlekraftwerk Brunsbüttel an Südweststrom zu verkaufen. Das Projekt Brunsbüttel wird durch den Ausstieg der beiden Unternehmen nicht gefährdet, da alle Aussteiger ihre Anteile verkaufen müssen.

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