Stromhandel

Schweiz und EU streben ein bilaterales Abkommen im Strombereich an

Der Schweizer Bundesrat Moritz Leuenberger und Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Energie, haben ihre gemeinsame Absicht bekräftigt, ein bilaterales Abkommen über Stromtransite, gegenseitigen Marktzugang sowie die Anerkennung der Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energiequellen auszuhandeln.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bern (red) - Wie aus dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verlautet, wird zentraler Punkt bei den Verhandlungen und dem angestrebten Abkommen die Versorgungssicherheit sein, die im international stark vernetzten Strombereich von keinem Land alleine erreicht werden kann. Geregelt werden sollen dazu sowohl die technischen als auch die kommerziellen Bedingungen zur Sicherstellung der Netzsicherheit.

Zur Stabilität des Gesamtsystems und zur Versorgungssicherheit trage auch der gegenseitige Marktzugang bei, der in dem Abkommen ebenfalls geregelt werden soll. Auch die bestehenden langfristigen Lieferverträge sollen adäquat in die neue Regelung überführt werden. Schliesslich soll mit dem Abkommen auch die gegenseitige Anerkennung der Herkunftsnachweise für den "grünen" Strom aus erneuerbaren Energiequellen erreicht werden. Die Schweiz verfolge dabei wie die EU klare Ziele zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien.

Basis für die Verhandlungen sind die neuen gesetzlichen Grundlagen, die momentan vom schweizerischen Parlament beraten werden: die Revision des Elektrizitätsgesetzes, das Stromversorgungsgesetz und das Energiegesetz.

Die Verhandlungsmandate könnten vom Bundesrat und dem EU-Rat in den nächsten Monaten erteilt werden, so dass die Verhandlungen im nächsten Jahr aufgenommen werden dürften.

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