Bis 2050

Schweiz: Studie bescheinigt Wasserkraftausbaupotenzial von 16 Prozent

Im Rahmen eines Forschungsprogramms hat das Schweizer Bundesamt für Energie das Ausbaupotenzial der Wasserkraft untersucht. Ergebnis: Bei guten Rahmenbedingungen könnte das Gesamtproduktionspotenzial aus Wasserkraftwerken bis 2050 um 16 Prozent ausgebaut werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bern (red) - Das Schweizer Bundesamt für Energie hat im Rahmen des Forschungsprogramms Energiewirtschaftliche Grundlagen (EWG) eine Studie zum Ausbaupotenzial der Wasserkraft in der Schweiz veröffentlicht. Mit einem Anteil von knapp 60 Prozent an der Stromproduktion, bilde die Wasserkraft einen wichtigen Pfeiler der schweizerischen Stromversorgung.

Bei guten Rahmenbedingungen könnte das Gesamtproduktionspotenzial aus Wasserkraftwerken bis ins Jahr 2050 von heute 34 900 Gigawattstunden um maximal 16 Prozent ausgebaut werden, lautet das Fazit der Studie. Die Potenziale wurden anhand von verschiedenen Szenarien berechnet, welche von sehr günstigen Rahmenbedingungen über die Fortsetzung der heutigen Situation (Referenzszenario) bis zu stark verschlechterten Bedingungen für die Wasserkraftnutzung reichen.

Weitere Erkenntnisse: 70 Prozent des Ausbaupotenzials können durch Neubauten erschlossen werden. Etwa 30 Prozent des Ausbaupotenzials entfallen auf Umbauten des Kraftwerkparks durch leistungsfähigere Turbinen und Generatoren, Gefällserhöhungen und/oder Ausbaggerungen sowie Erweiterungen. Im Szenario mit den optimalen Rahmenbedingungen wächst das Gesamtproduktionspotenzial von heute 34 900 Gigawattstunden auf maximal 40 700 Gigawattstunden im Jahr 2050.

Beim Szenario mit sehr ungünstigen Rahmenbedingungen muss sogar mit einer Abnahme von 1100 Gigawattstunden gegenüber dem heutigen Gesamtproduktionspotenzial gerechnet werden. Im Referenzszenario, d.h. bei status-quo-Bedingungen bis 2050, beträgt der Zuwachs 1800 Gigawattstunden oder fast fünf Prozent.

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