Genehmigt

Schweden und Finnland geben grünes Licht für Ostseepipeline

Nach Dänemark haben auch Schweden und Finnland grünes Licht für den Bau der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline gegeben. Die Behörden beider Staaten erteilten die Genehmigung für die Verlegung der Erdgastrasse durch ihre Hoheitsgewässer, wie die Nord Stream AG mitteilte.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stockholm/Oslo (ddp/red) - Die 1223 Kilometer lange Trasse soll unter anderem durch 506 Kilometer der schwedischen und 374 Kilometer der finnischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) führen.

Nord-Stream-Geschäftsführer Matthias Warnig wertete die Entscheidungen als einen weiteren Meilenstein für das wichtige europäische Energieversorgungsprojekt. Damit hätten inzwischen drei der fünf betroffenen Ostseeanrainerstaaten dem Projekt zugestimmt. Derzeit stünden noch die Genehmigungen von Russland und Deutschland sowie der Umweltbehörde Westfinnlands aus.

Nord Stream will im ersten Quartal 2010 mit dem Bau des ersten Leitungsstrangs beginnen, der 2011 in Betrieb gehen soll. Der zweite Strang soll ab 2012 Erdgas nach Lubmin führen. Die rund 7,4 Milliarden Euro teure Ostseepipeline soll nach ihrer kompletten Fertigstellung jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach West- und Südeuropa liefern.

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