Mangel an Patriotismus

Schwan kritisiert Streit um Emissionshandel als kleinkariert

Die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und rot-grüne Bundespräsidentenkandidaten, Gesine Schwan, bescheinigte den Unternehmern in Deutschland einen Mangel an Patriotismus und bezeichnete den Streit um den Emissionshandel in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" als kleinkariert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die rot-grüne Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan, kritisiert den Streit um den Emissionshandel als kleinkariert. Eine solche Diskussion um einzelne Maßnahmen verdecke die Frage nach grundlegenden Reformen, sagte Schwan am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen".

Die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) nannte es einen Mangel an Patriotismus auf der Seite der Unternehmer, dass sie die Bildung nicht genügend unterstützten: "Denn das ist die Produktivkraft, die wir brauchen, um die intelligenten Ersatzinvestitionen und Ersatzprodukte für das zu bringen, was wir nicht halten können", betonte Schwan.

Die Wirtschaft müsse eingebettet sein in einen breiten Kontext, perspektivisch denken und habe dann auch genügend Handlungsspielraum, um erfinderischer zu sein. "Und dafür brauchen wir sehr viel mehr Investitionen in die Bildung. Es ist die einzige Ressource, die wir haben", unterstrich die Präsidentschaftskandidatin.

Top