Jährlich 700 Tonnen

Schulzentrum Eslohe reduziert Kohlendioxid-Ausstoß

Pünktlich zur kalten Jahreszeit nahm im Schulzentrum in Eslohe das neue Heizwerk seinen Betrieb auf. Der Clou: Statt mit Öl oder Gas werden die Unterrichtsräume ab sofort mit Holz geheizt. Im Beisein von Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, wurde die fast 1,3 Milionen Euro teure Anlage ihrer Bestimmung übergeben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Der Nutzen für die Umwelt ist erheblich. Durch die Verwendung von Holzhackschnitzel als Energieträger wird der Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich fast 700 Tonnen reduziert", erläutert Griese. Die Gemeinde Eslohe hatte sich nach einer Beratung durch die Energieagentur NRW für das Holzheizwerk entschieden. Neben der Schule werden ein Kurhaus, ein Seniorenheim sowie ein Hallenbad über eine 1,2 Kilometer lange Fernwärmeleitung mit Wärme versorgt. Der 1500-kW-Kessel liefert jährlich etwa 3300 Megawattstunden Energie.

"Die Nutzung von Holz als Energieträger bietet sich aus zahlreichen Gründen an. Neben dem ökologischen Vorteilen einer verminderten Kohlendioxid-Emission, wird so auch die regionale Holz- und Forstwirtschaft unterstützt", fasst Staatssekretär Griese die Vorteile zusammen. Zudem schone die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe grundsätzlich die Ressourcen der nur begrenzt verfügbaren fossilen Energieträger Öl und Gas. Allein eine Anlage wie die in Eslohe vermeidet jährlich die Verbrennung von etwa 500 000 Litern Öl, bzw. 50 000 Kubikmetern Gas.

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