Unterm Funkturm

Schüler zeigen ihre Solarprojekte

Im Rahmen der Messe "Solar Energy 2002", die heute in Berlin eröffnet wurde, stellen Schülerteams der Initiative "Solare Zukunft" ihre Projekte vor. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Projekt mit 100.000 Euro - und das war nicht das erste Engagement der DBU in Sachen erneuerbare Energien...

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Sich einem interessierten Fachpublikum auf einer professionellen Messe vorstellen, aber auch Verständlichkeit für den Laien garantieren - das wollen die 20 Schülerteams der Initiative "Solare Zukunft" auf der "Solar Energy 2002" in Berlin. Gefördert mit 100.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurden diese Teams von einer Fachjury aus einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt, um sich mit einem eigenen Stand zu präsentieren: "Die Messe gibt den Schülern die einmalige Gelegenheit, ihre Projekte stichhaltig darzustellen", so Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Gemeinsam mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Hermann Scheer, Mitglied des Bundestages und Präsident von EUROSOLAR, und Peter Strieder, dem Senator für Stadtentwicklung Berlin, eröffnete er heute die Messe.

70 Millionen Euro hat die DBU seit ihrer Gründung im März 1991 in die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland investiert. "Dabei gewinnt die Auseinandersetzung mit den alternativen Energien auch in den Bildungseinrichtungen immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung wollen wir unter anderem mit der Initiative "Solare Zukunft" unterstützen", erläuterte Brickwedde. So habe sich die PRO FAIR GmbH aus Hildesheim als Projektpartner der DBU mit einem Flugblatt an Schülergruppen aus ganz Deutschland gewandt, die sich in Leistungskursen oder Arbeitsgemeinschaften mit alternativen Energieformen auseinandersetzen. Für die 20 Teams, die sich nach diesem Aufruf aus einer großen Bewerberzahl durchgesetzt hatten, stehe nun auf der Messe ein 400 Quadratmeter großer Messestand zur Verfügung, an dem die Schüler und ihre Lehrer gemeinsam ihre Arbeiten anhand von Modellversuchen und schriftlichen Unterlagen praktisch und theoretisch vorstellen.

Für die Messe habe man eine Broschüre erstellt, in der alle Projekte beschrieben und dem Fachpublikum sowie interessierten Schulen präsentiert wurden. Nach der Messe werde eine CD-ROM erstellt, die nicht nur die Ergebnisse der Schülerstände zusammenfasse, sondern auch die Grundlagen der Sonnenenergienutzung aufzeige und einzelne Vorschläge zur Modellprojektgestaltung mache. Diese CD solle sich zu einem Baustein des Physikunterrichtes an deutschen Schulen entwickeln. So könnten die attraktiven Energie-Projekte von Lehrern nachgeahmt und in ihren eigenen Unterricht eingebaut werden. Die Tatsache, dass die Schüler-Projekte bereits für die Messe aufgearbeitet worden seien, garantiere eine anschauliche und interaktive Präsentation auch im Unterricht.

Auch die Kooperationsgemeinschaft der PRO FAIR mit der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung und dem Institut für Solarenergieforschung aus Hameln garantiere eine optimale Nutzung der Ergebnisse, die dieses vorbildliche Projekt hervorgebracht habe. Vor allem die Präsentation auf der "Solar Energy 2002", die auf 12.000 Quadratmetern alle Facetten der alternativen Energien präsentiere und 30.000 Besucher aus aller Welt zusammenführe, stelle einen wichtigen Punkt des Projektes dar. Dabei zeige die Messe selbst ein Konzept der alternativen Energienutzung: Als weltweit erste Messe verwende die "Solar Energy 2002" ausschließlich Ökostrom.

Weiterführende Links
  • Die Messe "Solar Energy" im Netz:
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