Weichenstellung okay

Schröder: Solider Energiemix soll Energieversorgung absichern

Bundeskanzler Schröder zeigte sich kürzlich bei der Einweihung einer Produktionsstätte des Windanlagenherstellers Vestas in Lauchhammer davon überzeugt, dass die energiepolitische Weichenstellung seiner Regierung gelungen ist. Er sprach sich für einen ausgewogenen Mix aus Braun- und Steinkohle, Gas, Öl und erneuerbaren Energien aus.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich für einen soliden Mix in der Energieversorgung Deutschlands ausgesprochen. Bei der Einweihung einer Produktionsstätte des Windanlagenherstellers Vestas in Lauchhammer betonte er, dass eine gesicherte Energieerzeugung nur durch eine Mischung unterschiedlicher Methoden möglich sei.

"Wir brauchen eine vernünftige Mixtur in der Energiepolitik zwischen Braun- und Steinkohle, zwischen Gas und Öl. Aber vor allen Dingen setzen wir auf den Ausbau der regenerativen Energien, weil sie ein Stück Zukunft bedeuten", sagte der Kanzler. Gleichzeitig zeigte sich Schröder davon überzeugt, dass die energiepolitische Weichenstellung der Bundesregierung mit einem ausgewogenen Mix aus fossilen und regenerativen Energieträgern weitgehend gelungen ist. Vor dem Hintergrund des Abschieds von der Atomenergie in Deutschland hatte der Bundeskanzler bereits mehrfach betont, dass, wer aussteigen will, auch wissen muss, wo er einsteigt.

Schröder verwies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die bisherigen Erfolge Deutschlands bei der Erzeugung von Windenergie: "Deutschland ist absolut führend, sogar weltweit führend bei der Produktion von Strom aus Windkraft." Und was ökologisch verträglich sei, das werde eines Tages auch ohne direkte Förderung ökonomisch vernünftig sein, zeigte sich der Kanzler überzeugt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Netzausbau

    Energiesektor: Mehr Geld für Atomkraft - Stillstand bei Ökostrom

    Im Energiesektor wurde global betrachtet 2015 wieder deutlich mehr in Atomkraft investiert. Auch für alte Kohlemeiler wurde viel Geld ausgegeben. Bei Öl und Gas war ein Rückgang zu beobachten, während bei den Erneuerbaren der Geldfluss unverändert blieb.

  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Hochspannungsmasten

    Windenergiebranche erschließt neue Geschäftsfelder

    Im ersten Quartal dieses Jahres wurden in Deutschland 353 Windräder mit einer Gesamtleistung von 457 Megawatt neu errichtet. "Der Vorjahreswert von 2659 Megawatt wird die Branche in diesem Jahr sicher überbieten. Wir rechnen mit etwa 3000 Megawatt für das Jahr 2002", blickt Ahmels optimistisch nach vorn. Der Windbranche eröffnen sich künftig zwei neue Geschäftsfelder.

  • Stromtarife

    VDEW-Umfrage: 32 Ökostrom-Händler am Markt

    Der größte Branchenverband VDEW hat in einer neuen Umfrage die Ökostromangebote auf dem deutschen Strommarkt untersucht. Ergebnisse: 80 Prozent der Stromversorger bieten Ökostrom an, es gibt 32 unabhängige Ökostrom-Händler und Wasserkraft hat einen Anteil von 77 Prozent, gefolgt von Sonnenenergie mit einem Anteil von 70 Prozent.

  • Hochspannungsmasten

    KfW fördert Solarenergie in Südafrika

    Mit 15,8 Millionen Euro unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Projekt der südafrikanischen Regierung zur Verbesserung der Lebensbedingungen für arme Bevölkerungsgruppen in entlegenen ländlichen Gebieten. Etwa 27 000 Haushalte in der Östlichen Kapprovinz und im Nodwesten werden mit Solar-Hausanlagen ausgestattet.

Top