Mehr Platz für Produktion

Schott verlagert Unternehmenssitz der Solarsparte nach Mainz

Der Technologiekonzern Schott verlagert den Firmensitz seiner Tochter Schott Solar von Bayern nach Rheinland-Pfalz. Der Standort im unterfränkischen Alzenau bei Aschaffenburg solle bis Ende des Geschäftsjahres 2011 im Bereich Solarzellen deutlich ausgebaut werden. Man brauche in Alzenau mehr Platz für die Produktion, hieß es weiter. D

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mainz/Alzenau (ddp-bay/sm) - Derzeit sind dort rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. In Mainz sollen etwa 100 Arbeitsplätze entstehen, hauptsächlich durch Verlagerungen aus anderen Standorten.

Schott konzentriere damit Management und Administration an seinem Hauptsitz, sagte Schott-Vorstandschef Udo Ungeheuer. Die Verlagerung sei "ein Bekenntnis zum Standort Mainz", zugleich aber "keine negative Nachricht für Alzenau". Ziel der Verlagerung sei, "Synergien" durch die Nähe zwischen der Konzernzentrale und Schott Solar zu schaffen.

Die Schott Solar GmbH war 2002 als ein Joint Venture mit RWE gegründet und 2005 von Schott komplett übernommen worden. Das Unternehmen hat weltweit an acht Standorten rund 1100 Mitarbeiter, davon 800 in Deutschland. In Mainz will Schott bis Ende 2009 eine neue Firmenzentrale bauen und dort alle Managementteile konzentrieren.

Die Höhe der Investitionen in Mainz bezifferte Ungeheuer als "hohen einstelligen Millionenbetrag", wollte sich aber weder zu weiteren Investitionen in Mainz noch zum geplanten Ausbau in Alzenau äußern. Auch die Frage, ob Schott Solar künftig auch in Mainz Solaranlagen produzieren will, wollte Ungeheuer nicht beantworten.

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