Rechte nutzen

Schnellerer Anbieterwechsel für Stromkunden kommt (Upd.)

Verbraucher können ihre Energieanbieter künftig schneller wechseln. Der Bundesrat hat nun der Regelung zugestimmt, wonach es möglich sein wird, Strom- und Gasverträge innerhalb von zwei Wochen zu kündigen. Das neue Gesetz tritt voraussichtlich noch im April in Kraft.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Berlin (dapd/red) - Noch können Verträge nur zum Monatsende beendet werden, die Kündigung muss mindestens einen Monat zuvor eingereicht werden. Künftig wird die Frist nur noch zwei Wochen betragen. Zugleich soll der neue Versorger schneller als bisher Strom oder Gas liefern können. Der Bundesrat hat dieser Regelung nun zugestimmt.

Anbieterwechsel soll künftig zügiger gehen

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ist ein Wechsel "völlig unbürokratisch" möglich. Die Kündigung des alten Vertrages übernehme im Regelfall der neue Lieferant. Es sei ausreichend, wenn ihm der Name des alten Anbieters, Zählernummer, die alte Kundennummer sowie der letzte Jahresverbrauch mitgeteilt werde. Bei Problemen könne die im November anerkannte Schlichtungsstelle Energie kostenlos vermitteln. Hohe Strompreise müsse man also nicht einfach so hinnehmen.

Seit Anfang Februar dieses Jahres müssen Rechnungen und Verträge der Stromanbieter zudem umfassende Informationen enthalten. Dazu gehören Hinweise zur Vertragsdauer, die geltenden Preise, den nächstmöglichen Kündigungstermin und der ermittelte Verbrauch.

Stromanbieterwechsel bietet viel Potenzial

Anders als bei einem Wechsel des Telefonanbieters braucht man übrigens bei einem Wechsel des Stromanbieters nicht befürchten, ohne Strom dazustehen. Es ist gesetzlich geregelt, dass der Grundversorger in die Bresche springt, falls der neue Anbieter nicht rechtzeitig liefern kann. Unseren Stromrechner können Sie mit verschiedenen Vorgaben füttern, etwa zu Ökostrom oder auch zu Preisgarantien.

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