In NRW

Schmoldt: Proteste gegen schwarz-gelben Kohle-Beschluss

Wenn der designierte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seine Aussage ernst nehme, dass es keine Entlassungen geben solle, könne er den Beihilferahmen nicht weiter reduzieren, sagte IG BCE-Chef Schmoldt dem WDR-Hörfunk. Sollte es dabei bleiben, werde man auf die Straße gehen müssen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hubertus Schmoldt, befürchtet betriebsbedingte Kündigungen infolge der von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen geplanten weiteren Reduzierung der Steinkohle-Beihilfen.

Wenn der designierte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seine Aussage ernst nehme, dass es keine Entlassungen geben solle, könne er den Beihilferahmen nicht weiter reduzieren, sagte Schmoldt dem WDR-Hörfunk. Die derzeitige Regelung sei schon "hart an der Grenze dessen, was sich ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen lässt", sagte der Gewerkschaftschef weiter.

Er kündigte zudem Prosteste an, falls die künftige Koalition von CDU und FDP dabei bleibe, die Subventionen ganz auslaufen zu lassen. "Dann werden wir mit unseren Kollegen auf die Straße gehen müssen", betonte Schmoldt.

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