An Kosten messen

Schmoldt kritisiert Hilfen für erneuerbare Energien

Der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hubertus Schmoldt, hat einen kritischeren Umgang mit erneuerbaren Energien gefordert. "Wir sind für erneuerbare Energien. Aber sie müssen sich auch an ihren Kosten messen lassen", sagte Schmoldt der Nachrichtenagentur ddp in Berlin.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bisher wird die Produktion alternativer Energie über den Strompreis gefördert. "Die Unterstützung, die so gezahlt wird, macht im Jahr 2005 mehr Geld aus, als die Steinkohle an Subventionen erhält", erläuterte Schmoldt. Diese Art von Förderung, die ja auch für Stromkunden höhere Preise bedeute, lehne die IG BCE ab. "Die Anbieter erneuerbarer Energien müssen stärker auf eigenen Füßen stehen", forderte der Gewerkschaftsführer.

Auch die großen Stromversorger kündigten in der Vergangenheit bereits Widerstand gegen das Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus Windkraft, Fotovoltaik und Biomassekraftwerken (EEG). Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) regten an, die bisher gesetzlich vorgeschriebenen hohen Mindestpreise für Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse durch ein so genanntes Bonus-Modell zu ersetzen.

Mit dem EEG will die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien an der Deckung des Stromverbrauchs von knapp acht Prozent im vergangenen Jahr auf 12,5 Prozent 2012 und auf 20 Prozent im Jahr 2020 ausweiten. Das seit 1. August 2004 geltende Gesetz verpflichtet die Netzbetreiber, den produzierten Strom abzunehmen und zu langfristig festgelegten, günstigen Preisen zu vergüten.

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