Satzungsänderung

Schlichtungsstelle Energie will "schwarze Schafe" nennen

Die Schlichtungsstelle will künftig die Netzagentur in kurzen Abständen darüber informieren, wie viele Fälle zur Schlichtung vorliegen - und auch, welche Anbieter dahinterstecken. Nun werden also endlich Ross und Reiter genannt, so dass Stromkunden noch mehr Sicherheit und Transparenz gewinnen.

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Berlin (red) - Die aktuelle Entscheidung der Schlichtungsstelle Energie zu größerer Offenheit wurde unter anderem vom Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) begrüßt. Durch eine Änderung der Satzung haben die Mitglieder der Schlichtungsstelle am 27. Mai dafür gesorgt, dass künftig regelmäßig, kurzfristig und detailliert an die Bundesnetzagentur berichtet wird, wie viele Schlichtungsfälle vorliegen, welche Themen betroffen sind und – wofür sich viele Verbände eingesetzt hatten – welche Firmen die Streitfälle verursacht haben.

Ross und Reiter werden genannt

Nun habe die Netzagentur die Chance, Verbraucher rechtzeitig über mögliche "schwarze Schafe" im Markt zu informieren, so der Verband. Wie die Behörde genau das veröffentlichen wird, steht noch nicht fest. Der bne ist die Interessenvertretung für netzunabhängige Energieversorger in Deutschland, insofern also selbst an einem möglichst reibungslosen Anbieterwechsel interessiert – und Gründungsmitglied der Schlichtungsstelle Energie.

Wichtig für den Anbieterwechsel

Durch diese Satzungsänderung werde gewährleistet, dass Verbraucher in Zukunft transparente Informationen darüber erhalten können, welche Energieunternehmen besonders viele Streitfälle verursachen. Die Netzagentur habe damit die Möglichkeit, Verbrauchern schon im Vorfeld eines Anbieterwechsels relevante Daten über das Schlichtungsaufkommen zur Verfügung zu stellen und damit das Vertrauen in den Markt zu stärken.

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