Schleswig-Holstein hält nach Absage von Kraftwerksbauer E.ON an Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung fest

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
"Für Schleswig-Holstein ist der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - insbesondere in Ballungszentren - ein unverzichtbarer Baustein, um der Verpflichtung, den Kohlendioxid-Gehalt zu senken, nachzukommen", erklärte Landesenergieminister Claus Möller kürzlich in Kiel. Der Minister verwies zugleich auf eine entsprechende Bundesratsinitiative Schleswig-Holsteins zur KWK.


Zuvor hatte der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON bei den norddeutschen Energiegesprächen mitgeteilt, dass das geplante 400-Megawatt-Kraftwerk in Lübeck-Herrenwyk auf absehbare Zeit nicht gebaut würde. Als Grund gab der Stromversorger die auf dem Strommarkt vorhandenen Überkapazitäten an, die zu einem Preisverfall für Strom geführt hätten. Die Stadt Lübeck habe mit E.ON einen Vertrag zur Errichtung eines Kraftwerkes bis 2002 geschlossen, prüfe nun aber auch, ob es Alternativen gäbe, so zum Beispiel ein größeres Bio-Masse-Heizkraftwerk zu errichten, so der Minister.


Unter diesen Bedingungen sei es fraglich, ob die 380 Kilovolt-Leitung von Lübeck-Siems nach Krümmel gebaut werden könne. Obwohl das 400-MW-Kraftwerk nicht gebaut würde und auch für eine Verbindungsleitung im Rahmen der Projekte Deutsche Einheit kein Bedarf mehr bestehe, hält E.ON an der Planung der Leitung fest.

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