Bilanz

Schleswag steigert Umsatz um 16 Prozent

Der Rendsburger Energieversorger Schleswag hat für das vergangene Geschäftsjahr eine positive Bilanz gezogen. Insgesamt sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um etwa 16 Prozent auf 1.235 Millionen Euro gestiegen. Zu dieser Entwicklung haben sowohl die Kerngeschäftsfelder Strom, Gas und Wärme als auch neue Dienstleistungen und Produkte beigetragen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Wir blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2001 zurück", sagte der Sprecher des Vorstands des Rendsburger Stromversorgers Schleswag, Hans-Jakob Tiessen heute bei der Vorstellung der Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Insgesamt seien die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um etwa 16 Prozent auf 1.235 Millionen Euro gestiegen. Zu dieser Entwicklung hätten sowohl die Kerngeschäftsfelder Strom, Gas und Wärme als auch neue Dienstleistungen und Produkte beigetragen.

Zusätzlicher Umsatz durch EEG

Im Strombereich sei die Absatzstruktur bei den einzelnen Kundengruppen gemischt. Für einen zusätzlichen Umsatz hätten vor allem gestiegene Windenergiemengen gesorgt, die aufgrund des Gesetzes zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) an E.ON Netz weiterveräußert wurden. Dieser Umsatz hätte seine Gegenposition jedoch in höheren Bezugskosten für die eingespeiste regenerative Energie, so dass der zusätzliche Umsatz quasi margenlos sei.

Geldwerte Vorteile durch BONUSCARD

Im Berichtsjahr hat die Schleswag zudem ihre Produktpalette optimiert und zwei neue Produkte auf den Markt gebracht: Mit der BONUSCARD - der von der Schleswag, den 36 Stadt- und Gemeindewerken der Energie Einkaufsgemeinschaft und den Stadtwerken Neumünster herausgegebenen Kundenkarte - kommen ein Jahr nach ihrer Einführung 200 000 Kunden in den Genuss geldwerter Vorteile. Auf großes Interesse stoße auch der Schleswag Wärme-Service, ein Rund-um-Sorglos-Paket, das gerade vor dem Hintergrund der neuen Energieeinsparverordnung immer häufiger eine Alternative zu anderen Produkten darstelle.

Netzpartnerschaft mit E.ON

Mit Wirkung zum 1. September 2001 hat die Schleswag zusätzlich 300 Hochspannungstechniker von E.ON Netz übernommen und einen fünften Betrieb in Stockelsdorf bei Lübeck gegründet. Mittlerweile sei der Integrationsprozess im Unternehmen erfolgreich abgeschlossen. Durch die Netzpartnerschaft mit E.ON stieg die Zahl der Beschäftigten bei um 300 auf 1911. Das Unternehmen bildete im vergangenen Jahr 172 junge Menschen in drei Berufen aus.

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