Zukunft

Scheer: Noch große Potentiale für die Windenergie in Deutschland

Auf der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW) prognostizierte der Vorsitzende von EuroSolar und Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hermann Scheer, der Windenergie eine ausbaufähige Zukunft. Sie liege sowohl im Bau von Offshore-Windparks als auch im Ausbau im Binnenland.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Cuxhaven/Hamburg (red) - Für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland gibt es weiterhin ein großes Potential. Davon ist der Vorsitzende von EuroSolar und Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hermann Scheer, überzeugt, wie er auf der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW) kürzlich in Hamburg betonte. Nach Scheers Einschätzung liegt die Zukunft der Windenergie in Deutschland sowohl im Bau von Offshore-Windparks auf hoher See, als auch im weiteren Ausbau der Windenergie im Binnenland.

Mit dem Bundesverkehrsminister gäbe es beispielsweise Gespräche über den Bau von Windenergieanlagen entlang der Bundesfernstraßen sowie der Bahnstrecken. Hierzu solle eine bundesweite Standortrahmenanalyse erstellt werden. Strikt sprach sich Scheer gegen jede gesetzliche Regelung aus, die den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland behindert. Dies gelte auch für die im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) diskutierte 65-Prozent-Regel. Die Einführung dieser Regel könne einen Fadenriss für die deutsche Windkraftindustrie bedeuten.

Vor den Mitgliedern des WVW betonte Scheer, der Ausbau onshore und offshore sei notwendig, um atomar-konventionelle Energie zu ersetzen. Jeder der Windstrom verhindere, trage Verantwortung für Atom- und Kohlestrom mit den entsprechenden Konsequenzen für Umwelt, Klima und Gesundheit.

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