Streit um EEG

Scheer: Abschaffung der Abnahmegarantie wäre tödlich

Der Vorstoß für ein Quotenmodell sei ein "vergifteter Köder", sagte Eurosolarpräsindet Scheer. Quotenmodelle wie z.B. in Großbritannien hätten bisher nicht zum Ausbau der erneuerbaren Energien beigetragen. Es gehe den etablierten Stromversorgern einzig darum, "ihre staatsmonopolistische Marktmacht zu sichern."

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auch der europäische Solarverband Eurosolar zeigte sich in dieser Woche besorgt über den Vorschlag des VDEW, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) durch ein Bonus-System ohne Abnahmegarantie zu ersetzen. "Kommt es im Zuge eines Regierungswechsels zu einem Verzicht auf die geltende Abnahmegarantie, wird dies den Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen schnell zum Stillstand bringen", befürchtet Eurosolar-Präsident Dr. Hermann Scheer.

Der Vorstoß für ein Quotenmodell sei ein "vergifteter Köder", sagte Energieexperte Scheer. Quotenmodelle wie z.B. in Großbritannien hätten bisher nicht zum Ausbau der erneuerbaren Energien beigetragen. Es gehe den etablierten Stromversorgern einzig darum, "ihre staatsmonopolistische Marktmacht zu sichern."

Das Modell des deutschen Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) mit festen Einspeisevergütungen und einer Abnahmegarantie für Produzenten von Strom aus allen regenerativen Quellen habe sich seit 2000 bewährt beim weltweit einzigartigen Aufbau einer sicheren und kosteneffizienten Stromversorgung, führte Scheer aus. Zehn der 15 alten EU-Mitgliedstaaten hätten das EEG-Modell übernommen, vor wenigen Wochen habe auch Irland seinen Wechsel vom Quoten- zum Vergütungssystem angekündigt.

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