Standpunkt

Schauerte: Müllers späte Belohnung für Gasmarkt-Klüngel?

Der mittelstandspolitische Sprecher und Wettbewerbsexperte der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Hartmut Schauerte, hat den ehemaligen Wirtschaftsminister und neuen RAG-Chef Werner Müller aufgefordert, den Posten nicht anzutreten, um nicht den letzten Funken an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Zur Ernennung des ehemaligen Wirtschaftsministers Werner Müller zum Vorstandsvorsitzenden des Essener RAG-Konzerns erklärt der mittelstandspolitische Sprecher und Wettbewerbsexperte der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Hartmut Schauerte:

"Unglaublich aber wahr. Wir erleben heute die traurige Renaissance alter Klüngel-Strukturen und falscher Personalentwicklungen an Rhein und Ruhr. Ein für Energiepolitik zuständiger Ex-Minister, der persönlich die Verantwortung für eine zum Teil rechtswidrige Ministererlaubnis im Zusammenschlussvorhaben E.ON-Ruhrgas trägt, wird nun vom RAG-Großaktionär und Begünstigten dieser Entscheidung zum neuen Unternehmenschef gekürt. Diese politische Schmierenkomödie hat einen bitterbösen Beigeschmack, den die Führungsposition bei diesem für NRW und Deutschland so wichtigen Großkonzern nicht gebrauchen kann.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch daran, das Müller als Wirtschafts- und Energieminister nach Einschätzung unabhängiger Experten wenig erfolgreich war. Diese Entwicklung lässt auch für zukünftige Entscheidungen in der Kohlepolitik der rot-grünen Bundesregierung nichts Gutes erwarten. Um nicht den letztem Funken an Glaubwürdigkeit zu verlieren, sollte der ehemalige Wirtschaftsminister diesen Posten nicht antreten. Alles andere wäre ein handfester Skandal."

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