Wärmeversorgung

Sauerländer Gemeinde heizt ab Januar 2003 mit Holz

Ab Januar 2003 wird im sauerländischen Finnentrop eines der größten kommunalen Holzheizwerke Nordrhein-Westfalens große Teile der kommunalen Liegenschaften mit Wärme versorgen. Das Kraftwerk garantiert der Gemeinde eine ökonomische Wärmeversorgung und reduziert den Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich fast 900 Tonnen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im sauerländischen Finnentrop erfolgte jetzt der erste Spatenstich zu einem der größten kommunalen Holzheizwerke in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage mit einem Investitionsvolumen von fast einer Million Euro wird bereits ab Januar 2003 ihren Dienst aufnehmen. Sie verfügt über eine Gesamtleistung von 2800 Kilowatt.

Das Holzheizwerk wird große Teile der kommunalen Liegenschaften mit Wärme versorgen. Neben dem Rathaus der 19 000-Einwohner-Gemeinde werden zudem ein Erlebnis-Hallenbad, das Schulzentrum mit Realschule, Hauptschule, Grundschule und zwei Turnhallen sowie einem Wohn- und Geschäftshaus in das Wärmekonzept eingebunden. "Das Projekt wurde im Rahmen der Lokalen Agenda angestoßen und nach einer Beratung durch die Energieagentur NRW intensiv weiterverfolgt", erläutert Bürgermeister Dietmar Heß.

Das Holzheizwerk garantiert der Gemeinde eine ökonomische Wärmeversorgung und reduziert den Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich fast 900 Tonnen. Der Holzkessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 900 Kilowatt wird über 75 Prozent des Jahreswärmebedarf abdecken, und mit naturbelassenen Hackschnitzeln aus der Region versorgt. Die Gaskessel für die Spitzenlast leisten insgesamt 1900 Kilowatt. Die Anlage wird im Rahmen eines Contractingprojektes durch die MVV Energie AG aus Mannheim finanziert und über einen Zeitraum von 20 Jahren betrieben.

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