360 Millionen Euro vom Land

Sanierung der Braunkohlereviere in Sachsen-Anhalt vor Abschluss

Die Sanierung der vom Braunkohlebergbau über Jahrzehnte geprägten Landschaften in Sachsen-Anhalt steht vor dem Abschluss. Die 1991 begonnenen Arbeiten seien zu 94 Prozent abgeschlossen, sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) am Mittwoch in Magdeburg.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/red) - "Damit sind wir von allen ostdeutschen Bundesländern am weitesten", so Halesoff. In Sachsen-Anhalt wurden bislang 1,38 Milliarden Euro investiert, um ehemalige Gruben und Bergbaugebiete als Standorte für Industrie, Gewerbe oder Tourismus herzurichten. Davon kamen laut Haseloff etwa 360 Millionen Euro vom Land.

Im laufenden Jahr soll die Sanierung fortgesetzt werden. Haseloff übergab dazu zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt 10,65 Millionen Euro an den Geschäftsführer der mit den Projekten beauftragten Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Mahmut Kuyumcu. 2009 sind dafür 31,3 Millionen Euro eingeplant. Unter anderem ist das Geld für die Flutung ehemaliger Gruben vorgesehen, die an allen Standorten begonnen hat oder schon abgeschlossen ist.

Aus rund 14.500 Hektar stillgelegtem Braunkohlebergbau in Sachsen-Anhalt werden etwa 6500 Hektar Wasserfläche entstehen. Von den umgebenden Flächen wird mehr als die Hälfte für Landwirtschaft, Forst und Erholung umgestaltet. Tourismus und Naherholung sollen in den ehemaligen Bergbauregionen zu einem Wirtschaftsfaktor werden.

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