Bisher 4500 Anlagen

Sachsen will mehr Energie aus Biomasse gewinnen

In sechs Jahren sollen im Bundesland Sachsen knapp 3100 Gigawatt Strom und Wärme aus Materialien wie Stroh und Holz erzeugt werden, und damit sieben mal mehr als im Moment. Am Samstag wurde im erzgenirgischen Wiesenbad ein so genanntes Exotenhaus eröffnet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Sachsen will seinen Energiegewinn aus Biomasse bis zum Jahr 2010 erheblich steigern. In sechs Jahren sollen rund 3100 Gigawatt Strom und Wärme aus Materialien wie Stroh und Holz erzeugt werden, und damit sieben mal mehr als im Moment, wie das Umweltministerium kürzlich in Dresden mitteilte. Bisher wurden rund 4500 Anlagen gefördert, in denen Energie aus Holz gewonnen wird.

Umweltminister Steffen Flath (CDU) sagte, Sachsen habe sich in Sachen Bioenergieanlagen große Ziele gesetzt. Am Samstag eröffnete der Minister im erzgebirgischen Wiesenbad im Landkreis Annaberg ein so genanntes Exotenhaus, in dem die tropischen Temperaturen über eine kombinierte Solar-, Holzvergaserheizung erzeugt werden. Diese Form der Energiegewinnung werde nicht nur bei Exotenhäusern Zukunft haben, betonte der Minister. Biomasse verfüge über das größte umsetzbare Potenzial bei den alternativen Energien.

Bioenergieanlagen erzeugen dem Ministerium zufolge sowohl Wärme als auch hochwertigen Strom. Dieser Strom werde bisher über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Um den Anteil des Stroms aus Bioenergieanlagen zu erhöhen, habe sich der Freistaat auf Bundesebene mehrfach für eine höhere Einspeisevergütung im Rahmen der EEG-Novelle eingesetzt.

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