Geothermiekarten vorgestellt

Sachsen will Erdwärme stärker nutzen

Sachsen will Wärme aus der Tiefe stärker nutzen. Das Umweltministerium hat den neuen sächsischen Geothermieatlas im Internet freigeschaltet. Die darin enthaltenen geothermischen Karten zeigen, wie viel Erdwärme an einem bestimmten Standort genutzt werden kann.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/red) - Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energieträgern stehe Erdwärme "rund um die Uhr und unabhängig von Jahreszeit und Wetter zur Verfügung", sagte Umweltminister Frank Kupfer (CDU) am Freitag anlässlich der Freischaltung des sächsischen Geothermieatlas im Internet.

Die geothermischen Karten erlaubten eine Abschätzung, wie viel Erdwärme mit welchem Aufwand an einem bestimmten Standort entzogen werden kann, um zum Beispiel ein Einfamilienhaus zu beheizen. Zunächst seien fünf Karten für die Region Mittelsachsen verfügbar, Karten der Ballungsräume sollen hinzukommen.

Rund 6500 Erdwärmesondenanlagen waren den Angaben zufolge Ende 2008 in Sachsen in Betrieb, hinzu kamen 480 weitere Anlagen wie Erdwärmekollektoren oder Brunnensysteme. Derzeit werde aber erst ein Prozent der sächsischen Heizungsanlagen mit Erdwärme betrieben, fügte Kupfer hinzu.

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