Weitere Anlagen geplant

Sachsen hat erste sozial-ökologische Bürgersolaranlage

Sachsens erste sozial-ökologische Bürgersolaranlage ist am Dienstag in Chemnitz übergeben worden. Die 30 Quadratmeter große Anlage auf dem Dach der Naturschutzstation Chemnitz zeichne sich durch eine soziale Komponente aus, wie Umweltminister Frank Kupfer (CDU) erklärte.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Chemnitz (ddp-lsc/red) - Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung ins öffentliche Netz flössen in einen Fonds für gemeinnützige soziale Projekte. Dieses Beispiel solle in Sachsen möglichst zahlreich Schule machen.

Die sozial-ökologische Solaranlage ist eine Initiative des Chemnitzer Vereins Metanoia Netzwerk. Dabei werden nach Angaben von Projektleiter Dietmar Langer Spenden für kleine Solaranlagen auf Dächern gesammelt, die der Eigentümer für den Zeitraum von 25 Jahren kostenfrei zur Verfügung stellt.

Unterstützung für soziale und ökologische Zwecke

In Chemnitz seien mindestens 40 Anlagen vorgesehen. Aus dem verkauften Strom werde der sogenannte Solar-Power-Projekt(SPP)-Fonds bei der Volksbank Chemnitz aufgelegt, aus dem auf Antrag soziale oder ökologische Zwecke unterstützt würden. Außerdem könnten sich Bürger ab einem Beitrag von einem Euro an dem Fonds beteiligen.

Eigentümer der Solaranlagen sei der Verein. Die Betreibung werde in Form einer Genossenschaft organisiert. Die Anlage auf der Naturschutzstation verfüge über eine Leistung von 4,6 Kilowatt und erwirtschafte einen Gewinn von rund 1600 Euro jährlich, der abzüglich der Kosten für die Betreibung in den SPP-Fonds fließe.

Sonnenstrom für mehr als 60.000 Haushalte in Sachsen

Im Freistaat sind laut Umweltministerium derzeit etwa 6000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 150 Megawatt installiert. Die erzeugte Menge von mehr als 120 Gigawattstunden Strom entspreche dem Verbrauch von etwa 60.000 Haushalten. Seit Mai fördere Sachsen die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit 250 Euro pro Kilowatt; Bürgersolaranlagen mit mindestens zehn Beteiligten erhielten 500 Euro pro Kilowatt.

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