Wegen Monopolstellung

Sachsen-Anhalts Stromkunden drohen höhere Preise

Nach der Entscheidung der Bundesnetzagentur, dem Energiekonzern Vattenfall Europe eine Erhöhung seiner Netzentgelte zu gestatten, drohen den Stromkunden in Sachsen-Anhalt höhere Preise. Nach Medienberichten müssen die Energieversorger ihre Kalkulationen neu berechnen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Halle (red) - Sämtliche Kalkulationen der Energieversorger in Ostdeutschland und damit auch die für Dienstag geplanten Genehmigungen von Strompreiserhöhungen in Sachsen-Anhalt seien nicht mehr haltbar, sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Offen sei noch, in welchem Umfang die einzelnen Versorger betroffen sein werden.

Nach Informationen der Zeitung rechnet man im Wirtschaftsministerium damit, dass sich der Preis je Kilowattstunde um bis zu 0,25 Cent verteuert -und zwar unabhängig von den ohnehin von 23 Stadtwerken beantragten Preissteigerungen. Ursache für die Erhöhung des Netzentgeltes für Vattenfall, dem das gesamte Hochspannungsnetz in den neuen Bundesländern und Berlin gehört, ist Haseloff zufolge das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Der "Bild-Zeitung" sagte Haseloff, im Osten gebe es überdurchschnittlich viele Windkraftanlagen. Im Westen seien die Netzentgelte sogar meist gesenkt worden. Das sei so nicht hinnehmbar. Sachsen-Anhalt werde eine Initiative im Bundesrat starten und damit um Ausgleich der zusätzlichen Kosten durch die Windenergie kämpfen.

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