Chancen für Landwirtschaft

Sachsen-Anhalt will Biomasse-Engagement verstärken

Die Verwendung von Biomasse zur Energiegewinnung stellt nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke eine gute Alternative dar. Deshalb will sich das Land auf Bundesebene aktiv an der Diskussion über ein Regenerativ-Wärme-Gesetz beteiligen, sagte sie heute auf einer Fachveranstaltung in Magdeburg.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) will sich künftig verstärkt für die Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung einsetzen. Gerade im Hinblick auf die Probleme von Kraftwerken mit extrem schwankenden Windmengen stelle die Verwendung von Biomasse zur Energiegewinnung eine bessere Alternative dar, sagte die Ministerin am Dienstag bei der Eröffnung einer Fachveranstaltung zu Biogasanlagen in Magdeburg. Derzeit werde auf Bundesebene über ein Regenerativ-Wärme-Gesetz diskutiert, woran sich Sachsen-Anhalt aktiv beteiligen wolle.

Ministeriumsangaben zufolge beträgt in Sachsen-Anhalt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien bereits 14 Prozent. Davon erbringe die Windenergie mehr als 95 Prozent. Biomasse werde vor allem für die Wärmegewinnung genutzt. Dabei sei die Verstromung von Biomasse ein großes und noch weitgehend ungenutztes Potenzial.

Der 2002 vorgelegte Biomassenkatalog des Landes belege gute Chancen für die energetische Biomassenutzung vor allem in landwirtschaftlichen Biogasanlagen, erklärte Wernicke. Dabei seien für Sachsen-Anhalt rund 300 potenzielle wirtschaftlich nutzbare Standorte ermittelt worden. Besonders durch das Zellstoffwerk Arneburg sowie in Planung oder Bau befindliche Biodiesel- und Bioethanolwerke werde sich der Anteil der Biomasse bis 2010 nochmals mehr als verdreifachen.

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