Energiegewinnung

Sachsen-Anhalt unterstützt Biomasse als Energieträger

Bei alternativen Formen der Energiegewinnung setzt Sachsen-Anhalt auf Biomasse. In diesem Bereich gebe es ein riesiges Potenzial, sagte Agrarministerin Petra Wernicke (CDU) diese Woche in Magdeburg. Biomasse verfüge über eine sehr gute Speicherfähigkeit und sei vielfältig einsetzbar.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Sachsen-Anhalt ist nach Angaben von Wernicke führend beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und bei der Nutzung von Biomasse. Auf rund 29 500 Hektar Stilllegungsfläche wurden im vergangenen Jahr nachwachsende Rohstoffe, vor allem Raps, angebaut. Das sind 2,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,25 Prozent. Mit 36,6 Prozent trägt Biomasse den größten Anteil an der Wärmerzeugung aus erneuerbaren Energien. Bei der Stromerzeugung waren es 2003 knapp elf Prozent.

Das Land unterstütze die Entwicklung mit kompetenter Beratung, sagte die Ministerin. Vor zwei Jahren sei eine Koordinierungsstelle eingerichtet worden. Ende September solle eine Internet-Informationsplattform starten.

Biomasse sind Pflanzen wie Mais und Raps, Stroh, aber auch Gülle und Klärschlamm. Zurzeit gibt es landesweit 40 Biogasanlagen und zehn weitere sind im Bau. Außerdem werden sechs Biomasseheizkraftwerke, 16 Deponiegasanlagen und 13 Klärgasanlagen betrieben.

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