Kosteneinsparung

Sachsen-Anhalt schreibt Stromliefervertrag europaweit aus

Die 30 Rahmenvereinbarungen, die das Bundesland Sachsen-Anhalt derzeit mit Energieversorgern zur Belieferung von Strom hat, laufen zum Ende des Jahres aus. Deshalb will die Staatshochbauverwaltung den Strombedarf europaweit ausschreiben und den Auftrag für 1500 Abnahmestellen einheitlich vergeben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Sachsen-Anhalts Landesbehörden werden ab dem kommenden Jahr ihren Strom einheitlich beziehen. Dazu wird es eine europaweite Ausschreibung geben, die von der Staatshochbauverwaltung des Landes vorbereitet und durchgeführt wird." Das kündigte der Finanzminister von Sachsen-Anhalt Dr. Karl-Heinz Paque, in der gestrigen Kabinettssitzung an. Durch eine solche Bündelung könne für den Landeshaushalt die größtmögliche Einsparung erreicht werden. Daneben wäre eine einheitliche Vertragsstruktur für alle Landesliegenschaften vorteilhaft für ein effizientes Energiemanagement, so der Minister weiter.

Derzeit bestehen zwischen dem Land und den jetzigen Energieversorgern 30 Rahmenvereinbarungen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2003. Auf Grund der ausgehandelten Preisnachlässe konnten die Stromkosten für die fast 1500 Abnehmer und Verbrauchsstellen des Landes bereits um etwa 2,8 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden. Für das laufende Jahr bedeute dies eine Kostenersparnis von 14,7 Prozent. Paque: "Die Liberalisierung des Strommarktes ermöglicht nun einen ungehinderten Wettbewerb bei der Beschaffung von Strom. Dies und das Auslaufen der Mehrzahl der längerfristig geschlossenen Stromlieferverträge sind gute Voraussetzungen, einen einheitlichen Stromliefervertrag im Wege transparenter Vergabeverfahren abzuschließen. Für das Land würde dies eine weitere Kostenersparnis für den Strombezug in Millionenhöhe bedeuten."

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