Bilanz 2003

Saarland steigert Stromerzeugung um 16 Prozent

Im Saarland wurden im vergangenen Jahr 11,5 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Das waren 16,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zur Erzeugung wurde zu 93,7 Prozent Steinkohle eingesetzt, Gas hatte einen Anteil von drei Prozent und Wasserkraft trug zu 0,4 Prozent zur Stromgewinnung bei.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Die saarländischen Kraftwerke der öffentlichen Elektrizitätsversorgung haben im vergangenen Jahr 12,6 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Die Nettoerzeugung betrug nach Abzug des Eigenverbrauchs der Kraftwerke 11,5 Millionen Megawattstunden und lag somit um 16,2 Prozent über der des Jahres 2002.

Der Anteil der Steinkohle an der Stromerzeugung ist im Saarland traditionell sehr hoch. So wurde im vergangenen Jahr zu 93,7 Prozent Steinkohle eingesetzt. Gas hatte einen Anteil von drei Prozent, erneuerbare Energieträger, wie z.B. Windkraft, Holz und Klärschlamm, kamen zusammen auf knapp ein Prozent. Abfälle trugen zu 1,5 Prozent und Wasserkraft zu 0,4 Prozent zur Stromgewinnung bei.

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