Für die Landwirtschaft

Saarland: Biogas soll verstärkt genutzt werden

Auf einer Fachtagung zur Nutzung von Biogas als Stromerzeuger kritisierte der saarländische Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün gestern die Verschlechterung der Förderkriterien.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Im Saarland gibt es noch ein erhebliches Potenzial für die Nutzung von Biogas. Dies wurde bei einer Fachtagung im Saalbau St. Wendel deutlich, die der saarländische Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün gestern eröffnete.

Bisher, so Grün, gebe es im Saarland erst drei Biogasanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben. Diese Zahl soll jedoch in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Denn gerade für die Landwirtschaft biete Biogas Chancen. So werde der Landwirt auch zum Energiewirt. Grün kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Bund die Förderkriterien für Biogasanlagen geändert hat. Danach werden Biogasanlagen seit Sommer dieses Jahres von der Bundesregierung nicht mehr durch einen Erlass eines Teils der Investitionskosten gefördert, sondern nur noch durch zinsgünstige Darlehen. "Damit ist das Vertrauen der Investoren in einer längerfristige Förderung der regenerativen Energien von der Bundesregierung enttäuscht worden", kritisierte der Staatssekretär. "Die gerade für Investitionen notwendige Planungssicherheit ist weggefallen."

Nicht zuletzt aus diesem Grund haben die Agrarminister der Länder auf ihrer letzten Konferenz am 21. September in Prenzlau einstimmig den Bund aufgefordert, die Einschränkungen bei der Förderung von Biogasanlagen wieder zurück zu nehmen. Das saarländische Umweltministerium lässt derzeit in einer Studie untersuchen, wie das Biomasse-Pontenzial im Saarland optimal ausgeschöpft werden kann. Diese Untersuchung wird auch konkrete Daten für die weitere, verstärkte Nutzung von Biogas im Saarland liefern. Sie soll in wenigen Monaten vorliegen.

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