Ökoaudit

Saarländisches Umweltministerium will Stromverbrauch senken

Das saarländische Umweltministerium hat als erste Landesbehörde ein Ökoaudit durchgeführt und will infolgedessen Strom- und Papierverbrauch deutlich senken. Die Umweltdetektive entdeckten im Ministerium bei der Überprüfung, dass praktisch die Hälfte der Kohlendioxid-Emissionen der Umweltverwaltung auf den Stromverbrauch entfällt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Als erste Behörde innerhalb der saarländische Landesverwaltung hat das Umweltministerium ein Umweltmanagementsystem eingeführt. "Um es ganz offen zu sagen - es war auch für ein Umweltministerium, dessen Hauptprodukt ja gewissermaßen der Schutz der Umwelt ist, nicht ganz einfach, ein solches System einzuführen", räumte Umweltminister Stefan Mörsdorf ein.

"Aber es hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt. Wir können jetzt besser beurteilen, was die Validierung eines solchen Systems nach der Europäischen Richtlinie EMAS II einem Unternehmen abfordert", erläuterte der Minister. Die Umweltdetektive entdeckten im Ministerium bei der Überprüfung, dass praktisch die Hälfte der Kohlendioxid-Emissionen der Umweltverwaltung auf den Stromverbrauch entfällt. Die Heizung der Dienstgebäude mit Fernwärme oder der Treibstoffverbrauch der Dienstfahrzeuge spielten demgegenüber in der Kohlendioxid-Bilanz eine untergeordnete Rolle. Deshalb soll beim Stromverbrauch mit Einsparungen Ernst gemacht werden.

Der spezifische Stromverbrauch je Mitarbeiter soll bis 2006 um fünf Prozent gesenkt werden. Eine Stromverbrauchsanalyse soll zunächst herausarbeiten, wo Einsparmöglichkeiten liegen. Als zweites wichtiges Umweltziel hat sich das Ministerium vorgenommen, noch mehr Recyclingpapier einzusetzen (mindestens 90 Prozent) und den Papierverbrauch selbst um ebenfalls fünf Prozent je Mitarbeiter zu drücken.

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