Innovation

Saarländische Windräder werden mit Rapsöl geschmiert

Der Firma Fuchs Lubritech ist es jetzt gelungen, ein Getriebeöl (Gearmaster Eco 320) zu entwickeln, das einerseits biologisch abbaubar und andererseits aus pflanzlichen Grundölen besteht. Damit werden jetzt die 13 Windkraftanlagen des saarländischen Windparks Freisen geschmiert.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Im saarländischen Windpark Freisen werden die Windräder in Zukunft mit einem neuen, biologisch abbaubaren Getriebeöl laufen. Die Windpark Saar GmbH & Co. KG hat jetzt damit begonnen, ihre 13 Windkraftanlagen auf diesen neu entwickelten Bioschmierstoff umzurüsten.

"Die nachwachsenden Rohstoffe sind auch im Bereich der Anlagen- und Verfahrenstechnik auf dem Vormarsch und beginnen den konventionellen Erdölprodukten Stück für Stück die Marktanteile abzugraben", erläuterte Umweltminister Stefan Mörsdorf. "Die nachwachsenden Rohstoffe liefern der Industrie wertvolle und qualitativ hochwertige Produkte, die es ermöglichen, auf konventionelle Produkte, die aus Rohöl hergestellt werden, zu verzichten und die fossilen Energieressourcen nachhaltig zu schonen."

Um technische Pannen zu vermeiden, ist eine dauerhafte Schmierung aller beweglichen Anlagenkomponenten in den Windkraftanlagen erforderlich. Aufgrund der extremen Druckverhältnisse und der starken Temperaturschwankungen in den Windkraftanlagen haben rein native (naturbelassene) Öle wie z.B. Rapsöl in der Anlagentechnik für Windkraftanlagen bisher so gut wie keine Rolle gespielt. Der Firma Fuchs Lubritech ist es jetzt gelungen, ein Getriebeöl (Gearmaster Eco 320) zu entwickeln, das einerseits biologisch abbaubar und andererseits aus pflanzlichen Grundölen besteht.

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