Auch Grüne für Ausstieg

Saar-FDP will Kohleausstieg zur Koalitionsbedingung machen

Die Saar-FDP will den Ausstieg aus dem Kohlebergbau zu einer Koalitionsbedingung nach der Landtagswahl machen. Spätestens nach dem starken Beben im Februar dieses Jahres sei eine Fortführung des Bergbaus "unverantwortlich", sagte der Landesvorsitzende der FDP, Christoph Hartmann.

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Zu der alljährlich stattfindenden Brückendemo der Bergbaubetroffenen am Montagabend waren bis zu 1000 Menschen erwartet worden. Thema der Demonstration sollte die Planung der Zukunft nach dem Ausstieg aus dem Kohlebergbau sein. "Jetzt geht es nicht mehr gegen etwas, sondern für etwas", sagte Peter Lehnert, Sprecher des Landesverbands der Bergbaubetroffenen. Zudem würde man gegen Bestrebungen der Linkspartei protestieren, die den Kohlebergbau fortführen wolle.

Auch die Grünen bekräftigten am Montag erneut ihre Haltung zum Ausstieg aus dem Kohlebergbau und boten den Bergbaubetroffenen im Hinblick auf die Landtagswahl eine engere politische Zusammenarbeit an. So könnten diese etwa aktiv an den Inhalten des Wahlprogramms der Grünen im Bereich Bergbau und Energieversorgung mitwirken, sagte der Landesvorsitzende der Grünen, Hubert Ulrich.

Nach einem schweren bergbaubedingten Beben im Februar 2008 hatte der Bergbaukonzern RAG einen weiteren Abbau eingestellt und ein Ende des Bergbaus an der Saar bis Mitte 2012 angekündigt.

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