Ausstieg aus der Kohle

RWI-Präsident Schmidt sieht im Ruhrgebiet das Hauptproblem für NRW

Das Ruhrgebiet ist nach Meinung von Christoph Schmidt, Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, der Hauptgrund für das schwache Wirtschaftswachstum in NRW. Die Landespolitik hätte den Ausstieg aus der Kohle-Subvention schon in den 70er Jahren planen müssen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Christoph Schmidt, sieht im Ruhrgebiet den Hauptgrund für das schwache Wirtschaftswachstum in NRW.

"Das große Problem von NRW ist das Ruhrgebiet. Der Wachstumstrend des Landes außerhalb des Ruhrgebietes gleicht dem der anderen Bundesländer. Ohne Ruhrgebiet stünde NRW gut da", sagte Schmidt der "Welt am Sonntag".

Das Revier habe den Strukturwandel immer noch nicht vollständig bewältigt. Dafür gibt Schmidt der Landespolitik die Hauptschuld. "Ein verlässlicher Zeitpunkt zum Ausstieg aus der Kohle-Subvention hätte zum Wohl der Region viel früher festgelegt, der vollständige Ausstieg schon in den siebziger Jahren geplant werden müssen." Statt in Kohle wäre das Geld besser in Bildung, Forschung und Wissenstransfer investiert worden. Das hätte die Region nach vorne gebracht.

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