Nord- und Ostsee

RWE will Windparks auch vor deutscher Küste bauen

RWE will vor der deutschen Küste zwei bis drei riesige Offshorewindparks bauen. "Wir reden mit allen, die verfügbare Flächen haben", sagte Fritz Vahrenholt, Chef der Ökostromsparte RWE Innogy, der "Financial Times Deutschland". Bislang hat sich der Konzern vor allem auf die britische und holländische Küste konzentriert.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Zugleich warnte Vahrenholt vor der Euphorie, die der Finanzinvestor Blackstone mit seinem milliardenschweren Einstieg in einen geplanten Windpark in der Nordsee ausgelöst hat. "Blackstone unterschätzt das Risiko", sagte er.

RWE hat sich bislang auf Offshorewindparks vor der britischen und holländischen Küste konzentriert, wo die technischen Herausforderungen kleiner sind. In den nächsten fünf Jahren wolle RWE aber die Pläne für Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee umsetzen, sagte Vahrenholt. "Ich denke, dass wir dort insgesamt 1000 Megawatt bauen werden." Er sei sich sicher, dass das technisch zu schaffen sei. Die Branche rechnet beim Aufbau eines Offshorewindparks mit Kosten von etwa 3 Millionen Euro pro Megawatt, womit RWE rund 3 Milliarden Euro investieren müsste.

Der RWE-Innogy-Chef bezweifelt, dass das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, bis 2030 Offshorewindräder mit einer Leistung von 25.000 Megawatt zu installieren, zu erreichen ist. Schon jetzt würden sich neue Hindernisse abzeichnen, zum Beispiel bringe die angebliche Gefährdung des Seetauchervogels neue Projekte in Gefahr. "Wenn in der Nord- und Ostsee 2012 insgesamt 2500 bis 3000 Megawatt Strom erzeugt werden, dann hat Deutschland einen guten Erfolg erzielt", sagte Vahrenholt.

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