Neues Modell

RWE will Mitarbeiter an Windparks beteiligen

Es sei "ein Versuchsballon": Der Energiekonzern RWE will einen Teil seiner Mitarbeiter zu Windpark-Unternehmern machen. Die Mitarbeiter würden das volle Risiko wie ein Eigentümer übernehmen, könnten im Gegenzug aber auf eine "sehr ordentliche Rendite" hoffen, hieß es. Details des Modells würden derzeit ausgearbeitet.

RWE© RWE AG

Essen (dapd/red) - Der Stromkonzern RWE will seine Beschäftigten an seinen Windparks beteiligen. In einem ersten Schritt würden den rund 1.400 Mitarbeitern der RWE-Ökostrom-Tochter Innogy Anteile an der Betreibergesellschaft eines Windparks im rheinischen Jüchen angeboten, sagte Innogy-Chef Hans Bünting den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Mittwochausgabe).

Womöglich später für alle?

"Das ist ein Versuchsballon", sagte Bünting weiter. Wenn das Projekt in Jüchen Erfolg habe, sei es denkbar, ähnliche Angebote allen Beschäftigten zu machen. "Die Mitarbeiter übernehmen das volle Risiko wie ein Eigentümer, im Gegenzug können sie auf eine sehr ordentliche Rendite hoffen."

Volumen von elf Millionen Euro

Details des Modells würden derzeit intern ausgearbeitet. Das Projektvolumen soll bei etwa elf Millionen Euro liegen. Insgesamt sei eine Laufzeit von 20 Jahren geplant.

Das könnte Sie auch interessieren
  • erneuerbare Energien

    Windenergie wird in diesem Jahr kräftig ausgebaut

    2013 ist ein gutes Jahr für die deutschen Windanlagenbauer. Der Anschluss neuer Windräder liegt auf Rekordniveau und wird wohl so umfangreich sein wie seit dem Rekordjahr 2002 nicht mehr. Doch die Diskussion um die Kosten der Energiewende macht sich bereits bemerkbar.

  • Stromnetz Ausbau

    Auch RWE fordert ein eigenständiges Energieministerium

    Der Stromkonzern RWE fordert nun auch ein Energieministerium, ähnlich wie in den vergangenen Wochen bereits andere Politiker. Die bisherige Splittung in zwei Zuständigkeiten erwecke den Eindruck, dass zu viele Köche in einem Brei herumrühren würden. Zudem mangele es laut RWE an der Kommunikation zwischen den Ministerien.

  • Stromtarife

    RWE beteiligt sich an belgischem Offshore-Windpark

    RWE beteiligt sich mit gut 20 Prozent an dem belgischen Entwickler und Betreiber von Offshore-Windparks, C-Power NV. C-Power entwickelt und baut den Offshore-Windpark Thornton Bank. Thornton Bank ist der erste Windpark vor der belgischen Küste, der bereits heute vollständig genehmigt ist. Auch der Zugang zum Netz ist bereits gesichert.

  • Stromtarife

    RWE Innogy investiert weiter in spanische Windparks

    RWE Innogy hat seinen Anteil am spanischen Windparkbetreiber Explotaciones Eólicas de Aldehuelas um 23,75 Prozent auf 45 Prozent aufgestockt. Insgesamt verfügt die RWE-Tochter eigenen Angaben zufolge bereits über rund 320 Megawatt installierte Windleistung in Spanien.

Top