Rückkaufangebot

RWE will 800 Millionen Euro für Anteil an Berliner Wasserbetrieben

RWE hat dem Berliner Senat ein Rückkaufangebot für seinen Anteil an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) unterbreitet. Der Betrag liege bei über 800 Millionen Euro, sagte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) der "Berliner Zeitung". "Wir werden das Angebot jetzt prüfen", fügte der Senator hinzu.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (dapd-bln/red) - Zugleich machte Nußbaum deutlich, dass er die Forderung für zu hoch hält. Das Ziel des Senats, die Wasserpreise für die Endverbraucher zu senken, wäre so kaum erreichbar. Welche Summe das Land zahlen würde, wollte der Finanzsenator nicht sagen. "Es könnte teuer werden, wenn ich meine Strategie verriete", sagte er. "Wir werden sehr ernsthaft verhandeln."

Eine Prognose, ob der Rückkauf zustande kommt, wollte Nußbaum nicht abgeben. Er könne dem Unternehmen nur empfehlen, sich mit dem Senat zu verständigen. Die Berliner Bevölkerung sei zu Recht unzufrieden mit den bestehenden Wasserverträgen.

Das Unternehmen war 1999 teilprivatisiert worden. Gemeinsam mit Veolia erwarb RWE insgesamt 49,9 Prozent der Anteile. Hintergrund der Rückkaufpläne sind die drastisch gestiegenen Wasserpreise in den vergangenen Jahren. Der Vertrag mit Veolia, das sich von seinen Anteilen nicht trennen will, soll neu ausgehandelt werden.

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